Rauchmelder

 

In einigen Bundesländern wie Hessen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern besteht bereits die Pflicht zur Installation von Rauchmeldern in Wohnhäusern. Dort müssen in allen privaten Haushalten Rauchmelder jetzt oder in naher Zukunft installiert werden. In Nordrhein-Westfalen bereitet man sich ebenfalls auf eine solche Pflicht vor.

Denn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kommt es immer wieder zu vielen Brandunfällen, gerade in der Zeit um Weihnachten. Auslöser sind vor allem heruntergebrannte Kerzen, ein Funke aus dem Kamin oder auch ein Kurzschluss. Allerdings sind die Deutschen laut Umfragen nur unzureichend über die Risiken bei Haus- und Wohnungsbränden informiert. Die Mehrheit glaubt, im Brandfall mehr als 10 Minuten Zeit zu haben, um Haus oder Wohnung zu verlassen. Das ist jedoch ein Irrtum, der lebensgefährlich sein kann, denn durchschnittlich bleiben gerade einmal 4 Minuten, um einem Feuer unverletzt zu entkommen. Besonders wer im Schlaf von einem Brand überrascht wird, ist in höchster Gefahr. Auch die weitverbreitete Meinung, offenes Feuer oder glühende Zigarettenkippen seien meist die Ursache von Wohnungsbränden, stimmt nicht. Denn oftmals ist ein technischer Defekt die Ursache für die Tragödie. Viele elektrische Geräte wie Fernseher und Videoanlagen, Computer, aber auch Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen und Toaster stehen nämlich in vielen Fällen rund um die Uhr unter Strom. Rauchmelder können allerdings Leben retten.

Allein in Deutschland sterben jährlich mehr als 700 Menschen durch Brände in den eigenen vier Wänden. Die Feuerwehr verzeichnet rund 6000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und circa 60 000 Leichtverletzte pro Jahr.

In Deutschland sind trotz solcher Zahlen bisher nur rund 10 % der privaten Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet, in England sind es schon 75 %. Rauchmelder erkennen frühzeitig eine drohende Gefahr und sind einfach zu installieren. Sie wecken Schlafende mit einem durchdringenden Signalton und geben Bewohnern damit genug Zeit, um die Wohnung zu verlassen.

Viele Brände beginnen nämlich mit einer Schwelphase, wobei sich der betroffene Raum schnell mit giftigem Rauch füllt. Die dabei entstehenden Gase werden von Schlafenden meist nicht wahrgenommen und sind schnell tödlich. Bereits nach 3 Atemzügen wird man bewusstlos und schon 10 Atemzüge können, je nach Konzentration, tödlich sein. Pro Etage sollte deshalb mindestens im Flur ein Rauchmelder angebracht werden, am Besten auch in Schlaf- und Kinderzimmern. Rauchmelder können auch in eine Funk-Alarmanlage integriert werden, wobei dann ein Sendemodul eine Brandmeldung an die Alarmzentrale der Feuerwehr leitet.